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Die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit ist eines der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen. Doch im Alter kann sich das Bedürfnis für Essen und Trinken sowie der Geschmackssinn extrem verändern und der nötige Energiebedarf abnehmen. Vor allem Menschen, die unter einer Demenz-Erkrankung leiden, haben das Gefühl für Hunger und Durst verloren und können aufgrund ihrer Gedächtnisprobleme die Nahrungsaufnahme sogar ganz vergessen. Mangelerscheinungen und Gewichtsverlust sind die Folge. Doch auch im hohen Alter ist es wichtig, sich abwechslungsreich zu ernähren und den täglichen Bedarf nach Kohlenhydraten, Vitaminen, Fetten sowie Eiweißen abzudecken. Wie Sie sich präventiv ernähren und welche Maßnahmen Sie als Angehöriger ergreifen können, erfahren Sie im Folgenden.

Ernährungsprobleme bei Demenz-Erkrankungen

Demenz-Erkrankte sind häufig nicht mehr in der Lage, ihre Ernährung selbst zu regeln oder auszudrücken, was sie gerne essen möchten. Es kann sogar vorkommen, dass Sie das Essen ganz vergessen. Fehlende Konzentration, Appetitmangel, Hektik und Lärm sowie ein vermehrter Bewegungsdrang lenken außerdem von den Mahlzeiten ab. Darüber hinaus können bestimmte Verhaltensweisen wie Reizbarkeit, Aggressivität oder Apathie die Nahrungsaufnahme zusätzlich beeinträchtigen.

Besonders der fehlende Appetit wird im Alter immer mehr zum Problem und führt zu einer geringen Nahrungsaufnahme und einem verschobenen Hunger- sowie Sättigungsgefühl. Die Ursache liegt klar auf der Hand: ein beeinträchtigtes Seh-, Schmeck- und Riechvermögen. Die Folge davon sind langweilige Speisen, die fade schmecken und nicht mehr richtig auf dem Teller ausgemacht werden können. Darüber hinaus erschweren ein möglicher Zahnverlust sowie Kau- und Schluckbeschwerden das tägliche Essen und mindern den Appetit. Eine weitere Ursache für einen mangelnden Appetit können Medikamente und deren Nebenwirkungen wie Übelkeit, Völlegefühl oder Mundtrockenheit sein.

Welche Maßnahmen kann ich als Angehöriger ergreifen?

Eine ausgewogene Ernährung im Alter ist vor allem für die geistige und körperliche Fitness sowie die Vermeidung von geistigen und körperlichen Beschwerden extrem wichtig. Darüber hinaus erfüllen regelmäßige Mahlzeiten eine soziale Funktion. Doch was können Sie gegen die mangelnde Nahrungsaufnahme Ihrer Angehörigen unternehmen? Zunächst einmal gilt es zu erkennen, ob und warum der Demenz-Patient die Nahrungsaufnahme verweigert. Mögliche Indizien können sein:

  • Abwenden des Kopfes zur Seite
  • Wegschieben von Löffel und Teller
  • Hände vor den Mund halten
  • Umherwerfen und Spielen mit dem Essen
  • Drastische Gewichtsabnahme

Mögliche Maßnahmen bei der Ernährung von Demenz-Erkrankten sind:

  • Eine ruhige Atmosphäre und vertraute Umgebung schaffen
  • Kleine Portionen servieren
  • Regelmäßige und gemeinsame Mahlzeiten
  • Tisch übersichtlich gestalten
  • Vertraute Mahlzeiten servieren
  • Für ausreichend Beleuchtung sorgen
  • Speisen intensiv würzen
  • Ein Spaziergang vor dem Essen hilft, den Appetit anzuregen
  • Ausreichend trinken (täglich mindestens 1,5 Liter)
  • Feste Essenszeiten

Mit der richtigen Ernährung das Risiko für Demenz verringern

Präventive Ernährungsmaßnahmen sind wichtig, um das Risiko für Demenz-Erkrankungen zu reduzieren. Eine bewusste und ausgewogene Ernährung im Alter ist dabei das A und O. Demenzerkrankte sollten stets viel Vitamine und Ballaststoffe durch Obst und Gemüse zu sich nehmen. Diese schützen unter anderem vor Nervenzellschäden. Der Anteil an Cholesterin, gesättigten Fetten und tierischen Proteinen in der Nahrung sollte hingegen so gering wie möglich ausfallen. Setzen Sie stattdessen lieber auf Omega-3-Fettsäuren und ungesättigte Fettsäuren in Fisch, Hanf- oder Leinöl. Auch Folsäure in Brokkoli, Spinat oder Hühnerleber kann als Ernährungsprävention gegen Demenz dienen. Die Kochkunst der Südländer wie den Italienern, Griechen, Spaniern oder Süd-Franzosen verringern zudem das Risiko an Alzheimer zu erkranken.