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Demenz ist eine neurodegenerative Erkrankung des Gehirns und führt zu leichten bis schweren Einschränkungen hinsichtlich der emotionalen, kognitiven und sozialen Kompetenzen. Eine der bekanntesten Formen ist die Alzheimer-Demenz. Demenz ist dabei nur eines der Merkmale von Alzheimer. Allerdings sind etwa 60 % aller Demenzerkrankungen, also der überwiegende Anteil, Alzheimer-Erkrankungen und betreffen ca. 25 Millionen Menschen weltweit. Die zweithäufigste Form mit etwa 20 % stellt die Vaskuläre Demenz dar und weitere 15 % beschreiben Mischformen aus diesen beiden.

Demenz tritt im Alter auf, wobei 65 bis 69-jährige lediglich 1 % der Betroffenen stellen, dieser Wert erhöht sich bei den bis zu 84-jährigen auf 13,3 % und etwa 34,6 % aller Betroffenen sind über 90 Jahre alt. Der amerikanische Psychiater Barry Reisberg hat in sieben Stadien beschrieben, wie der Verfall bei Alzheimer-Demenz verläuft, der oft als „umgekehrte Kindheitsentwicklung“ beschrieben wird.

Stadium 1

Die Leistungen des Betroffenen sind kaum beeinträchtigt und die Krankheit entwickelt sich unbemerkt.

Stadium 2

Die Krankheit macht sich dergestalt bemerkbar, dass Namen und Termine vergessen werden, Dinge werden verlegt und allgemein lässt die Merkfähigkeit nach. Hinzu können außerdem bei manchen Betroffenen bereits leichte kognitive Störungen kommen.

Stadium 3

Die bisherige Leistungsfähigkeit lässt nach. Immer häufiger werden Dinge verlegt oder gehen verloren. Die räumliche Orientierung fällt plötzlich schwerer. Auch in diesem Stadium ist eine eindeutige Prognose jedoch nicht zu treffen, da auch andere Krankheitsbilder zu ähnlichen Symptomen führen können.

Stadium 4

Die Ausfälle im Bereich der Leistungsfähigkeit sind nun für Außenstehende und vor allem den Betroffenen selbst schmerzlich spürbar. Komplexe Aufgaben sind nicht mehr allein zu bewältigen, selbst der sorgsame Umgang mit Geld scheint unmöglich. Im Rahmen der einbrechenden Fähigkeiten leidet der Betroffene psychisch und ist vor allem auf moralische Unterstützung und Hilfe im Alltag angewiesen. Wenn Familie, Freunde und Partner hier nicht helfen, kann es zu Depressionen kommen. Das Verhalten und die Laune des Patienten können sich deutlich ändern, sein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl müssen durch fähigkeitsgerechte Aktivitäten gestärkt werden.

Stadium 5

Der Alltag ist nun nicht mehr ohne tägliche Hilfe zu bewältigen, auch die Auswahl der Kleidung fällt schwer und bedarf der Unterstützung. Wichtige Termine und persönliche Daten wie der eigene Geburtstag oder die eigene Adresse sind für den Betroffenen nur schwer abrufbar. Unter Umständen kommt es im Alltag zu Momenten der völligen Orientierungslosigkeit, was einerseits zu Angst und Unbehagen führt, andererseits zu Zorn und Wut über die eigene Ohnmacht.

Stadium 6

Der Verlust von Basisfähigkeiten nimmt massiv zu. Alleiniges Waschen, Anziehen und der Toilettengang sind nicht mehr möglich. Das führt zunehmend zu Inkontinenz und verändertem Verhalten. Der Namen nahestehender Personen wird sich nicht mehr erinnert. Angesichts der eigenen Defizite kommt es zu Zorn, Verzweiflung und Auflehnung gegenüber anderen Personen.

Stadium 7 (Endstadium)

Die Sprachfähigkeit nimmt enorm ab oder fällt völlig aus. Der Patient verliert außerdem die Fähigkeit zu gehen und später auch zu sitzen. Er ist seinem Umfeld in jeder Hinsicht ausgeliefert und wird körperlich und emotional sehr verletzlich. Diese sensiblen Personen kommunizieren, insbesondere nach dem völligen Sprachverlust, dennoch sehr intensiv non-verbal, was von Pflegekräften intensiv beachtet werden muss. Die Patienten benötigen Harmonie in Form von Nähe und Liebe und möchten durch ihr Umfeld ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt bekommen.