0209 17755-70 info@anw-wohnen.de

ALTER-nativ Wohnen Gmbh & Co.KG
Benzstraße 4, 45891 Gelsenkirchen
Tel.: 0209 17755-70
Fax: 0209 17755-729

Notfallnummer:
01520 4382352

E-Mail:
info@anw-wohnen.de

Unser fachlich, kompetenes Team steht Ihnen jeder Zeit gerne zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung.

Demenzwohngruppe und Demenzwohn­gemeinschaft

Sich wie zu Hause fühlen DirektberatungInformieren

Demenzwohngruppe und Demenzwohn­gemeinschaft

Sich wie zu Hause fühlen DirektberatungInformieren
Zeichnung, Scherenschnittgrafik Paar lehnt vertraut die Köpfa aneinander

Betreutes Wohnen

Viele Angehörige sind mit der komplexen Pflege eines demenziell veränderten Menschen meist überfordert und wissen nicht, wie sie diese große Aufgabe bewältigen sollen.

Nachdem Demenz-Betroffene lange Zeit nur die Wahl zwischen einer häuslicher Pflege oder einem Pflegeheim hatten, bieten Seniorenwohngemeinschaften für Menschen mit Demenz nun eine vielversprechende Alternative.

Hier stellen sich natürlich viele Fragen bezüglich des neuen Wohnangebotes. Die häufigsten, an ALTER-nativ Wohnen gerichteten, Fragen haben wir hier für Sie zusammengefasst. Natürlich steht Ihnen aber auch unser fachlich, kompetentes Team jederzeit gerne zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung.

Antworten auf die 10 wichtigsten Fragen

Informationen für Sie als Angehörige

1. Was ist eine Wohngemeinschaft für demenzbetroffene Menschen?

Es ist eine Wohnung in der Größe von 220 bis 320qm. Sie besteht aus 8-12 Schlafräumen, einer großen Wohnküche oder einer Küche und einem Esszimmer, einem oder zwei Wohnzimmern und mehreren Badezimmern. Das Kernstück einer jeden Senioren-WG ist die Wohnküche und das gemeinsame Wohnzimmer.

Eine Demenzwohngruppe / Demenzwohngemeinschaft (WG) ist ein „normales“ Zuhause für 8-12 demenzbetroffene Menschen mit ständiger Anwesenheit ambulanter Pflegekräfte. Das Leben bleibt an den Anforderungen des normalen Alltags orientiert.

2. Wie werden die Wohnungen eingerichtet?

Die Wohnung ist zunächst leer und wird mit dem Mobiliar der Mieter ausgestattet. Es handelt sich um einen ganz normalen Umzug. Wichtig ist, dass der neue Wohnbereich innerhalb einer Seniorenwohngemeinschaft mit so vielen vertrauten Dingen wie möglich gestaltet wird.

Das bedeutet, dass Sie das Zimmer Ihres Angehörigen nach seinen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen gestalten. Die Gemeinschaftsräume sowie die Flure und Bäder sind eine Mischung aus den unterschiedlichen Wohnstilen der Mieter. Damit kann jedes der Senioren WG- Mitglieder in allen Räumen Spuren seines Lebens wieder finden.

3. Was passiert in so einer Demenzwohngruppe / Demenzwohngemeinschaft?

Es wird gekocht, einkaufen gegangen, aufgeräumt, Wäsche gewaschen, fern gesehen, geträumt, Besuch empfangen, geweint und gelacht, sich gemocht und gestritten. Der Mensch mit Demenz, der nicht mehr allein leben kann, erhält innerhalb der Senioren WG ein Zuhause, das an seine vertrauten und gewohnten Lebensmuster anknüpft und somit selbstbestimmtes Leben und Handeln fördert.

Der Unterschied zu seinem bisherigen Zuhause ist, dass all dieses in einer Gruppe von acht bis zwölf Menschen passiert und von besonders geschulten Pflegekräften Tag und Nacht begleitet, geplant oder bei zunehmender Pflegebedürftigkeit übernommen wird.

4. Wie ist die Betreuung organisiert?

Menschen mit einer Demenz haben Schwierigkeiten selbständig ihren Tag und ihr Leben zu organisieren und zu gestalten. Sie benötigen Begleitung, Assistenz und oft auch pflegerische Unterstützung in allen Belangen ihres Lebens. Ein speziell geschultes Team eines ambulanten Pflegedienstes übernimmt Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr, die Betreuung der Senioren-WG Mitglieder. ANW® -Alter-nativ-Wohnen- ist in diesem Konzept der Vermieter und stellt die Wohnräume zur Verfügung. ANW® ist weder an der Pflege, noch an der Ausbildung der Pflegekräfte beteiligt.

5. Was passiert, wenn die Demenz fortschreitet oder körperliche Einschränkungen hinzukommen?

Durch die spezielle Qualifizierung der Pflegekräfte bleibt eine Seniorenwohngemeinschaft der letzte Lebensort eines Menschen. Eine Verschlimmerung der Krankheit oder ein Zunehmen der körperlichen Einschränkungen ist keine Begründung aus der Wohnung auszuziehen. Die Umgebung wird entsprechend der jeweiligen Erfordernissen und Bedürfnissen von den Pflegekräften angepasst. Ein Verbleiben bis zum Tod ist somit die Regel.

6. Welche Rechte habe ich als Angehöriger?

Sie besuchen Ihre Mutter/Vater so oft, wann und so lange Sie möchten. Sie leben die Beziehung zu Ihrem Angehörigen, wie es Ihrer Familientradition entspricht. Im Gegensatz zur stationären Versorgung haben Sie als Angehöriger durch die Wohnsituation einer Seniorenwohngemeinschaft weiterhin die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Dies können Sie z.B. durch Entscheidungen bei der medizinischen Versorgung, durch Mitgestaltung des Lebensstils in der Senioren-WG und in der Tagesgestaltung Ihres Angehörigen.

7. Welche Pflichten habe ich als Angehöriger?

Mit unserer Unterstützung organisieren und begleiten Sie Ihren Angehörigen bei dem Umzug in die Demenzwohngemeinschaft/Senioren-WG. Sie als Angehörige, Bevollmächtigte und/oder gesetzliche Betreuer bleiben weiterhin zuständig für die finanziellen Angelegenheiten sowie für die Antragstellung bei den verschiedenen Kostenträgern. Hierbei können Sie auf unsere Hilfe oder die langjährige Erfahrung der Pflegedienste zurückgreifen.

8. Welche Kosten kommen auf uns zu? Im Pflegeversicherungsgesetz steht, dass die ambulante Versorgung Pflegebedürftiger der stationären vorgezogen werden soll.

Die Kosten für Ihren Angehörigen in einer Demenzwohngruppe / Seniorenwohngemeinschaft setzen sich wie folgt zusammen:

  • Miete
  • Nebenkosten (Strom, Telefon, GEZ), evtl. Haftpflicht u. Hausratversicherung
  • Lebenshaltungskosten/ Haushaltsgeld
  • individuelle Pflegekosten

9. Wie wird das Ganze finanziert?

Lebensunterhalt, Miete und Nebenkosten werden über die Rente finanziert. Reicht diese nicht aus, kann man Leistungen der „Hilfe zum Leben“ durch das Sozialamt oder nach dem SGB XII in Anspruch nehmen. Dieser Anspruch entsteht, wenn die Rente unter 853 Euro zuzüglich der zu zahlenden Kaltmiete liegt. Die individuellen Pflegekosten werden wie folgt finanziert:

  • aus der Pflegeversicherung, je nach Pflegestufe
  • die Behandlungspflege von der Krankenkasse, je nach Verordnung des Hausarztes
  • durch Rente, andere Einnahmen (z.B. Miete) oder Vermögen
  • Wenn Punkt 3 bei Ihrem Angehörigen nicht in Frage kommt, werden die Pflegekosten durch das SGB XII  übernommen.

10. Welche Aufgaben hat das ANW®-Team in den Demenzwohngemeinschaften?

Wir beraten Sie und Ihren Angehörigen individuell bei der Entscheidung zum Einzug in eine Demenzwohngemeinschaft. Während der Zeit in der Ihr Angehöriger in der Senioren-WG lebt, stehen Ihnen die Mitarbeiter des ANW®-Teams jederzeit für eine Beratung zur Verfügung.

Auf einen Blick

Standorte der Wohngemeinschaften in NRW